Erkrankungen des peripheren Nervensystems

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Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Polyneuropathien sind Erkrankung des peripheren Nervensystems, die durch eine Schädigung der Nervenzellen oder ihrer Isolierung (der Markscheiden) hervorgerufen werden. Eine solche Schädigung kann z.B. durch Vitaminmangel, Giftstoffe, Stoffwechselprodukte, oder einen ‘Irrtum’ des körpereigenen Immunsystems, das „aus Versehen“ Teile des Nervensystems angreift, herrühren. Meist entsteht die Schädigung über eine lange Zeitspanne hinweg (Monate, Jahre) bevor sich die unangenehmen Folgen der Erkrankung zeigen.

Da periphere Nerven Haut, Muskeln, Gelenke und inneren Organe des gesamten Körpers versorgen, sind die Beschwerden entsprechend vielfältig – z.B. Kribbeln, Taubheit, Hitze- oder Kältegefühl, Schmerz, Schwäche, Lähmung, Darm- und Blasenentleerungsstörungen, Herzklopfen und/oder Potenzstörungen. Je nach Ursache der Polyneuropathie zeigt sich ein unterschiedliches Spektrum an Beschwerden. Typisch für viele Polyneuropathien ist jedoch ein Beginn in den Zehen oder Fingern, da die Nerven die bis an die Enden unserer Arme und Beine führen besonders lange sind, und daher besonders anfällig für alle möglichen schädlichen Einflüsse. 

Für die Diagnose liefert manchmal bereits das Verteilungsmuster der Beschwerden wichtige Hinweise. Eine Untersuchung der Leitfähigkeit verschiedener Nerven und eine Blutuntersuchung helfen bei der exakten Diagnosestellung.

Eine möglichst frühe exakte Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung zu finden und bleibenden Schäden vorzubeugen. 

Nervenverletzungen und andere physische Schädigungen

Verletzungen peripherer Nerven können ebenfalls zu einem Funktionsausfall führen. Solche ‘traumatische’ Schädigungen geschehen oft rasch (z.B. Schnittverletzung), die Ursachen der Beschwerden sind den Betroffenen daher eher bewusst. Doch auch bei Nervenverletzungen sind die Auslöser den Betroffenen nicht immer bekannt (z.B. chronischer Druck durch einen kleinen Leistenbruch auf eine Nerv) und müssen manchmal erst entdeckt werden.

Beim häufigen Karpaltunnelsyndrom bemerken die Betroffenen zunächst ein Kribbeln oder Einschlafen der Hand (besonders am Daumenballen und den darüberliegenden Fingern) das vor allem nachts und frühmorgens auftritt. Mit Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu Schmerzen die bis zum Oberarm reichen können, einer zunehmenden Ungeschicklichkeit in der betroffenen Hand und schließlich sogar Muskelschwund im Bereich des Daumenballens. 

Eine rasche Untersuchung und Diagnose sind auch hier wichtig um die Heilung nicht zu verzögern und Folgeschäden zu verhindern. 

Sofern Sie Beschwerden bemerkt haben die Sie befürchten lassen an einer dieser Erkrankungen zu leiden, freue ich mich auf Ihren Besuch in meiner Ordination in 1010 Wien!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden neurologischen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen Optionen für die Behandlung vorschlagen. 

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